Die Hoffnung ist kein Superheld

Können wir mal kurz über die Hoffnung reden? Ich höre sie nämlich immer häufiger zusammen gekauert in der Ecke schluchzen. Der Druck, der auf ihren Schultern lastet, ist enorm.

Es hält sich überall hartnäckig das Gerücht, dass sie als letzte das Zeitliche segnet, was im Allgemeinen so aufgefasst wird, dass sie stärker ist als alle Schurken dieser Welt.

Wir kennen die Übeltäter. Geplatzte Träume, Verzweiflung, manchmal auch einfach die Realität, wenn sie einen schlechten Tag hat. Sie alle prügeln auf die Hoffnung ein und doch machen wir sie dafür verantwortlich. „Aber ich habe doch so gehofft!“ klagen wir dann an, wenn etwas nicht funktioniert.

Aber Hoffnung ist kein Superheld. Kein Heilsbringer oder Wundermacher.

Hoffnung ist nur die Taschenlampe, wenn der Strom ausfällt. Hoffnung ist ein Schluck Wasser während eines Marathons. Hoffnung ist ein Reserverad.

Sie soll uns nur durch schwere Situationen begleiten, aber sie ist kein Versprechen, gibt keine Garantien.

Und weil wir das hin und wieder vergessen, werden wir wütend auf die Hoffnung. Fühlen uns von ihr verraten und verletzt. Weil sie unsere Erwartung nicht erfüllt hat.

Dabei ist sie selbst manchmal müde und unsicher. Bangt mit uns und ist ebenso traurig, wenn etwas nicht klappt.

Gib sie nicht auf. Gib sie lieber in gute Hände, gönn ihr eine kurze Verschnaufpause.

Umso heller leuchtet sie für dich, wenn das Leben mal wieder die Sicherungen durchbrennen lässt.

2 Gedanken zu “Die Hoffnung ist kein Superheld

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