Raste, Reisende …

Ohne zu wissen, was mich erwartete,
ganz unvoreingenommen,
setzte ich meine Füße auf deinen Boden.

Einen nach dem anderen.

Das von der Sonne gewärmte Fundament
hieß meine Sohlen willkommen.
Ließ mich verwurzeln zum festen Stand

und gab mich doch frei.

Die Temperatur so stimmig,
dass sie mich weder schaudern,
noch perlenden Schweiß knospen ließ.

Wohlfühlgrade.

Schritt um Schritt eroberst du mich,
ohne dich auch nur darum zu bemühen.
Die Zeit bleibt rasend stehen.

Ich beobachte staunend. Mich durch dich.

Sehe, wie sich Baumwipfel in deinem Wind neigen,
um mich winkend willkommen zu heißen.

Höre, wie sich die Wellen an deiner Küste brechen,
und mir gleichsam heilend das Herz.

Fühle, wie sich Farben in deinem Licht intensivieren,
mich erhellen ohne mich zu blenden.

Dein Klang ist mir so fremd und gleichzeitig so vertraut.
Ich habe deine Sprache nie gelernt,
und spreche sie doch fließend, als wäre es die meine.

Schweigend.

Ohne zu wissen, was mich erwartet,
setzte ich meine Füße auf deinen Boden.
Das Fernweh versiegte.

Ich war Zuhaus.

 

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5 Gedanken zu “Raste, Reisende …

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