Was ich mal sagen wollte: …

… Danke!

Ich bekomme so viele Zeichen der Wertschätzung und Freundschaft (die für mich auch „nur“ eine Form von Liebe ist) geschenkt. Worte, Gedanken, Zimtduschbad oder – so wie gestern – Post. Darin: berührende Grafiken, selbst gezeichnet und vor allem mit Bedeutung.

Herzworte

Grafiken: Martina Grimm (www.deine-meilensteine.de)

IMG_3951

Sie sind für eine Kolumne entstanden, mit deren Autor, einem befreundeten Wortpoeten, ich mich über meine aktuelle Situation ausgetauscht hatte.

„Für niemanden bleibt die Welt stehen. Auch dann nicht, wenn das Herz Blut spuckt, weil man gehen musste, obwohl man bleiben wollte.“

Mmmh, ja! Getroffen! Diese Grafiken fassen optisch zusammen, was ich in Worten zwar anreißen kann – aber doch nicht angemessen genug. Mein Herz war voller Dankbarkeit und Freude, die ich auch zum Ausdruck brachte. Die Künstlerin antwortete mit: „Sehr gern! So fühlt sich das übrigens auf der anderen Seite an!“

Tatsächlich versuche ich mit dem, was ich kann – schreiben -, immer auch anderen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Sie zu stärken und das Gefühlswirrwarr vielleicht ein bisschen zu sortieren.

Fremde Menschen schreiben mir, dass sie dankbar sind, dass ich ihre Situationen und Gefühle in Worte fassen kann. Dass meine Texte ihnen mal Anker, mal Seelenstreichler und mal Antrieb sind.

Mir werden gleichzeitig so viele Geschichten erzählt und ich weiß dadurch, dass es im Grunde jedem von uns mit bestimmten Situationen ähnlich ging, geht oder noch gehen wird. Sich darüber auszutauschen ist eine wesentliche Zutat, um sich nicht allein zu fühlen. Sich die Hände zu reichen und sagen: Ey, kenn´ ich!

Hin und wieder macht sich jemand Gedanken oder Sorgen, dass ich vielleicht ZU persönlich werde, ZU offen bin. Ja, das kann mitunter anstrengend oder sogar gefährlich für einen selbst werden.

Aber all´ die oben genannten Gründe sind der Auslöser, warum ich nicht aufhören werde. Nachrichten wie: „Schön, dass Du dich traust so emotional öffentlich zu schreiben. Ich fühle ganz oft, dass es mir genauso geht. Das ist gut zu wissen.“ bestärken mich darin. Ich komme dadurch in Kontakt mit Menschen, die ich sonst vielleicht nie kennen lernen würde – und jeder einzelne ist ein Geschenk.

Was ich aber auch sagen möchte: Macht euch keine Sorgen, wenn es mal scheinbar etwas länger dunkel und traurig ist.

Denn das ist nicht mein komplettes Wesen – nur ein kleiner Teil.

Natürlich ist mein Herz oft schwer, aufgrund des gewichtigen Gepäcks, das dort jemand hinterlassen hat. Aber es ist auch gleichzeitig stark genug, dieses hin und wieder zu schultern und beschwingt und pfeifend ein Stück zu gehen.

Ich bin hinreichend ungefiltert und weigere mich auch ein wenig, das zukünftig zu sein.

Ich liebe dieses Leben, trotz oder gerade WEGEN all´ dieser Emotionen und Facetten und ich finde es toll, sie zu spüren.

Ein klein wenig fabelhafte Amélie,
ein bisschen „Jetzt sofort oder gar nie“.
Ein sanfter Hauch von Harley Quinn
und voll von „Gib dem Leben einen Sinn!“

😀

Ja, ich bin melancholisch, aber auch zuversichtlich. Ich bin verletzt, aber auch voller Mitgefühl und Vergebung.

Ich kann dir mit meiner Umarmung ein komplettes Zuhause bauen und dich im nächsten Moment mit verschränkten Armen aussperren.

Ich koche erst den perfekten Kakao und rutsche dann mit selbigem in der Hand auf meiner Yogamatte aus, die ich nicht weg geräumt habe. Hinterlasse Spuren meiner Tollpatschigkeit auf Couch, Tisch und Boden.

Ich bin strukturiert und konzentriert und stehe manchmal Augenblicke lang vorm Schrank und finde meine Strümpfe nicht. Weil die gar nicht in dem Schrank sind. Nie waren.

Manchmal bin ich durchgestylt und fühle mich begehrenswert und manchmal ist das Höchstmaß an Schmuck schon durch meine Augenringe erreicht.

Mal bin ich vor lauter Energie nicht zu bremsen und mal zu faul eine schlechte TV-Sendung wegzuschalten.

Traumtänzerin und Realitätsmarschierer.

Kann vor Hunderten von Leuten sprechen und bekomme im Kreis von 2 oder 3 Menschen die Gusche nicht auf.

Ich bin ein totaler Blödeljan und tanze durch die Wohnung und habe dennoch immer eine Handvoll Schwermut dabei, die ich hin und wieder wie einen Konfettiregen in die Luft werfe.

Ich bin unglaublich stark und bemerkenswert weich.
Albern und hochseriös.
Verkuschelt und „hau´ mir ab mit Romantik“.
Manchmal sogar alles gleichzeitig.

Ich weiß, dass nicht immer alles rosarot sein kann. Ich liebe alle Farben.
Farblosigkeit ist das wahre Unerträgliche.

Ich bin auf jeden Fall IMMER voller Dankbarkeit, Nachsicht, Verständnis und Liebe.
Ich glaube, dass das den größten Teil meiner Seele ausmacht: Warmherzigkeit.
An das Gute in den Menschen zu glauben, ihnen so gern ein gutes Gefühl geben zu wollen; empathisch zu sein und abgekoppelt von meinem individuellen Schmerz auch vergeben und vergessen zu können.

Anderen, und mir selbst.

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