GeLUCKmeiert

Wie oft im Leben ist man der Gelackmeierte? Oder hat zumindest das Gefühl, dass es so ist. Im besten Fall nervt die Arbeit oder man macht ständig etwas kaputt. Im schlimmsten Fall müssen wir mit Schicksalsschlägen zurecht kommen.
In den allermeisten Fällen machen wir folgendes: wir halten es aus. Wir meckern vielleicht, oder tragen ein schweres Herz mit uns rum – aber wir halten es aus.

Gerade bei den Menschen, die schon einiges negatives erleben mussten, gibt es aber auch das andere Extrem: plötzlich läuft alles rund. Von der grünen Ampelwelle, über das Wetter, bis zur Umsetzung von Plänen. Alles funktioniert reibungslos.
In den allermeisten Fällen machen wir folgendes: Wir fragen uns, wann der große Knall kommt. Warum habe ich gerade soviel Glück? Warum greift alles so ineinander? Ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Ich selbst frage mich das auch. Ich habe genug Dinge erlebt (und erlebe sie noch), die einen aus der Bahn werfen können. Aber jetzt gerade springt mein Herz oft vor Glück. Die Arbeit macht Spaß, das Wetter ist meist grandios, die Tomaten wachsen, ich lerne unglaublich tolle Menschen kennen und manche wachsen mir in kürzester Zeit extrem ans Herz. Und ich sitze da und frage mich: „Womit hab ich das verdient? Wann geht es vorbei?“. Als würde man an einem sonnigen Tag bereits unter dem Regenschirm sitzen, in Erwartung des nächsten Schauers.
Meine Freullegin sagte mir darauf einen ganz entscheidenden Satz:

Auch Glück muss man aushalten können.

JA! AMEN! Glück fühlt sich manchmal so intensiv an, dass es nah an der Schmerzgrenze ist. Das Herz zerspringt vor Glück, heißt es nicht umsonst.

Halte es aus! Koste jede Sekunde davon aus. Du hast es verdient!
Wir sollten nicht nur am Sektglas nippen, sondern die Korken knallen lassen und das Leben feiern! Wenn sich alles anfühlt wie ein schöner Traum, dann sollten wir uns nicht zwingen, daraus aufzuwachen, sondern neugierig die Traumaugen offen halten und alles in uns aufsaugen, was gerade passiert. Weil genau das auch einen Effekt auf die Zeit nach dem Traum hat:
Was ist es, was nach dem Aufwachen am meisten nachhallt, selbst wenn Inhalt und Zusammenhänge längst weg sind?
Das Gefühl!
Es ist manchmal so real, dass man die Emotion noch durch den ganzen Tag trägt. Wenn wir uns also die schönen Momente des Lebens nicht mit Zweifeln kaputt machen, lassen sich die schwierigen Zeiten besser ertragen. Und resultierend daraus, wissen wir auch die traumhaften Phasen viel mehr zu schätzen.

Schlechte Zeiten kommen von ganz allein, das ist so sicher wie die Trolle im Facebook. Denn für dauerhaftes Glück ist der Mensch nicht gemacht. Und das ist gut so! Glück ist nichts wert ohne Unglück. Sterne leuchten in einer dunklen Umgebung einfach sehr viel heller.

Wenn also mein Beld vor Unkraut wuchert, weil ich zeitlich bedingt nicht dazu komme, es zu pflegen.
Wenn mir mal wieder der Reifen auf dem Weg zum Büro schlapp macht.
Wenn eine nervige Aufgabe auf Arbeit wartet.
Wenn sich mein Körper krank meldet.
Wenn ich mal wieder denke, ich bin die Gelackmeierte …

Dann lächle ich. Denn ich weiß, es kommen bessere Zeiten. Und die halte ich dann einfach aus.

Die GeLUCKmeierte

 

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2 Gedanken zu “GeLUCKmeiert

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